URBINO Service, KPM Berlin, Trude Petri

urbino service 2  urbino service

Das URBINO Tafelservice mit Seladon- / Festrand wurde 1931 von Trude Petri für die KPM Berlin entworfen. Vorgestellt wurde es zum ersten Mal zusammen mit dem Service "Burg Giebichenstein" 1931 auf der Leipziger Herbstmesse. Es wurde das erfolgreichste moderne Geschirr der KPM. Das dazugehöige Kaffee-/ Teeservice "Urbino" wurde erst nach der Zerstörung der Manufaktur 1947 von Petri entworfen.

Inspiriert ist das Service zweifellos durch die jahrhundertealte Tradition chinesischer Keramik, deren Schlichtheit und Eleganz es in seinen Formen folgt, die sich aus den Grundformen Kreis und Kugel heraus entwickeln. Vorläufer z.B. der Terrinen des "Urbino"-Services, deren Deckel auch umgedreht als Fußschalen dienen können, wurden 1927 auf der Keramik Ausstellung der KPM gezeigt und müssen für Petri prägende Eindrücke gewesen sein. Der seladongrüne "Festrand" wurde von der KPM um 1930 entwickelt und findet sich an verschiedenen Geschirren der Zeit, um das Gebrauchsporzellan vor Abrieb zu schützen.

Das "Urbino"-Service wurde 1936 mit einer Goldmedaille bei der VI. Triennale di Milano und 1937 mit einem Grand Prix bei der internationalen Ausstellung Paris ausgezeichnet. (Lit.: Vgl. Porzellan. Kunst und Design 1889 bis 1939. Vom Jugendstil zum Funktionalismus. Bestandskatalog des Bröhan-Museums, Band I. Berlin 1993. S. 255.)

"Am selbstverständlichsten von allen Entwürfen um 1930 wirkt Trude Petris Tafelgeschirr >>UrbinoUrbino<< ist eindeutig elegant in der Linienführung und weicht damit ab von den scheinbar verwandten Servicen, die in der Geschlossenheit ihrer Formen eher Attribute wie gemütlich, freundlich, häuslich nahelegen." (Mundt, Barbara: 40 Jahre Porzellan. Siegmund Schütz zum 80. Geburtstag. Berlin 1986, S. 12.)




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