KPM Berlin

Zu Beginn des 20 Jahrhunderts steht die KPM ganz unter dem Einfluss Theodor Schmuz-Baudiss, der bereits 1900 auf der Pariser Weltausstellung  Aufsehen erregte, 1904 von der KPM verpflichtet und 1908 zu deren künstlerischem Direktor berufen wurde. Im gleichen Jahr beginnt Adolf Amberg mit seinen Entwürfen für den weltberühmten Hochzeitszug

Mit der Pensionierung Schmuz-Baudiss 1925 kamen Nicola Moufang und Günther von Pechmann als künstlerische Direktoren der KPM zum Zug. Die Ziele waren klar gesteckt: "Pflege der Tradition und ihre Neubelebung in zeitgenössischer Erschließung neuer Anwendungsgebiete für das Porzellan." (Jarchow, Margarete: Berliner Porzellan im 20. Jahrhundert. Hamburg / Berlin 1988, S. 37) Als Moufang 1929 von Günther von Pechmann in seinem Amt abgelöst wurde, rief dieser noch im gleichen Jahr die Arbeitsgemeinschaft der KPM mit der Staatlichen Kunstgewerbeschule Halle - Burg Giebichenstein ins Leben, die sich als zutiefst befruchtend herausstellte; Marguerite Friedlaender entwarf ebenfalls schon 1929 das Kaffee-/Teeservice "Halle" für die KPM. Bis in die 50er Jahre wurde die Manufaktur neben den schon genannten maßgeblich geprägt durch Entwürfe von Ernst Böhm, Trude Petri, Sigrid von Unruh, Gerhard Marcks, Sigmund Schütz, Hubert Griemert etc.
Im Zuge der Zerstörung des KPM Werkes im Zweiten Weltkrieg musste die Produktion der KPM von 1943-54 nach Selb ausgelagert werden, bis der Neubau der Manufaktur abgeschlossen war.



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