Künstlerkolonie Darmstadt Mathildenhöhe

Mathildenhöhe
Die Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe hatte maßgeblichen Anteil an der um die Jahrhundertwende stattfindenden Reformbewegungen der Kunst und des Kunsthandwerks als Gegengewicht zum überbordenden und als nicht mehr lebensnah empfundenen Historismus. In den Jahren kurz vor 1900 formierten sich in ganz Europa Zentren des "Neues Stils". Die Mitstreiter dieser neuen Richtung schlossen sich, angeregt durch die britische "Arts & Crafts" - Bewegung, in Vereinigungen und Werkstätten zusammen. Durch diese angeregt gründete Ernst Ludwig, letzter Großherzog von Hessen und bei Rhein, der 1898 zwei Räume des Neuen Darmstädter Palais von H. B. Scott und Charles Ashbee neu einrichten ließ, die Künstlerkolonie Darmstadt und berief im Sommer 1899 als Gründungsmitglieder Hans Christiansen, Rudolf Bosselt, Paul Bürck, Patriz Huber, Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens und Ludwig Habich auf die Mathildenhöhe nach Darmstadt. im darauffolgenden Jahr präsentierte die Künstlerkolonie auf der Pariser Weltausstellung 1900 als erste Gemeinschaftsarbeit das "Darmstädter Zimmer", bereits ein Jahr später fand die erste Ausstellung der Künstlerkolonie "Ein Dokument Deutscher Kunst" auf der Mathildenhöhe statt, die im Rahmen der internationalen Lebensreformbewegung großen Anklang fand und eines der Ziele der Künstlerkolonie, inspiriert von der Arts and & Crafts Idee des Gesamtkunstwerkes, die Synthese von Kunst, Leben und Natur als Konzept der Ausstellung auf anschauliche Weise verwirklicht wurde. Es folgten drei weitere Ausstellungen der Künstlerkolonie 1904, 1908 und 1914, bevor sich diese, ausgelöst durch den ersten Weltkrieg und die damit einhergehende vorzeitige Schließung der 4. Ausstellung, auflöste. Weitere Künstler der Mathildenhöhe: Bernhard Hoetger, Emanuel J. Margold, Albin Müller und Josef E. Schneckendorf.


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