Renée Sintenis

RENÉE SINTENIS [1888 Glatz – Berlin 1965]

 D Szy 066 HPGeboren als Renate Alice Sintenis in Schlesien, studiert sie mit einer kurzen Unterbrechung ab 1908 Dekorative Plastik an der Kunstgewerbeschule Berlin. 1910 lernt Sintenis dort Georg Kolbe [1877 Waldheim - Berlin 1947] kennen, wird sein Modell und beginnt in Ihrem eigenen Werk mit der Darstellung von Akten [kleine Daphne 1918, große Daphne 1930; Auftragsarbeit für das Lübecker Museum, Fritz Behn Haus], Charakterköpfen sowie Sportlern. Ihre prägnanten Tierfiguren, die meist kleinformatigen Pferde, Esel, Hunde, Elefanten, etc. entstehen ab 1915 und werden zu Ihrem künstlerischen Lebensthema. 1932 entwirft Sie den Berliner Bär, dessen Gestalt seit Beginn der Berlinale 1951 den Berlinale Preis formt. Seit 1913 stellt Renée Sintenis regelmäßig aus und beginnt die Ihr gesamtes Schaffen lang andauernde Zusammenarbeit mit der Bronze Gießerei Noack Berlin. 1915 stellt sie erstmalig in der Berliner Secession aus, sie gewinnt stetig an Bekanntheit und ebenso an einflussreichen Freunden, heiratet 1917 den Maler und Grafiker Emil Rudolf Weiß. Als sie 1920 zum ersten Mal bei Alfred Flechtheim ausstellt, ist ihr endgültiger Durchbruch in der Kunstszene besiegelt. Sie ist eine der erfolgreichsten Berliner Bildhauerinnen und wird mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, 1931 wird sie an die Preußische Akademie der Künste berufen. Unter dem Naziregime wird die Künstlerin als entartet eingestuft und ihr Austritt aus der Akademie erzwungen. Sie und ihr Mann, der ebenfalls mit einem Berufsverbot belegt wird, leben zurückgezogen. In den 1950er Jahren, als sie sich von dem Schicksalsschlag des Todes Ihres Mannes erholt hat, kehrt sie als Professorin zurück an die Hochschule der Künste Berlin und erlebt eine erneute Blüte Ihres Erfolgs als Bildhauerin. 1965 stirbt sie nach langer Krankheit in Berlin.



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